Subject: FAQ Posting-frequency: monthly Last-modified: 2005-05-05 URL: http://www.oschn.de/drst/faq.html Contact: drst-faq@oschn.de Häufig gestellte und beantwortete Fragen der Gruppe de.rec.sport.tauchen 1. Wozu ist die Gruppe de.rec.sport.tauchen da? 2. Wie verhalte ich mich in der Newsgroup? Was bedeutet "Netiquette"? 3. Gibt es ein Archiv für de.rec.sport.tauchen? 4. Ich möchte Tauchen lernen. Ich habe von unterschiedlichen Organisationen gehört, bei denen man Tauchen lernen kann, wie z.B. PADI, VDST, VIT, DLRG, CMAS etc. Welches ist die beste, bei welcher sollte ich Tauchen lernen? 5. Ich will mit dem Tauchen beginnen. Brauche ich ein ärztliches Attest? Woher kriege ich eines? 6. Ich habe bereits ein Brevet des Verbandes XY und möchte dieses auf ein YX-Brevet umschreiben lassen. Geht das? 7. Gibt es in meiner Stadt einen Tauchverein? 8. Ich habe gerade mit dem Tauchen angefangen und möchte mir nun eine Ausrüstung zulegen. Was soll ich mir kaufen? 9. Welchen Tauchcomputer soll ich mir als Anfänger kaufen? 10. Meine neue Maske beschlägt ständig - was kann ich dagegen tun? 11. Meine Neoprenteile verströmen trotz regelmäßigen Spülens einen üblen Geruch. Was kann ich dagegen unternehmen? 12. Kann mir jemand einen günstigen Versandhandel für Tauchausrüstung nennen? 13. Was kann mir jemand über das Tauchen in [Ägypten, Österreich, Karibik, sonst wo] erzählen? 14. Ich habe einen Fisch fotografiert, den ich nicht kenne. Kennt ihn jemand von Euch? 15. Ich habe einen tollen Film namens Abyss gesehen, in dem eine Ratte eine Flüssigkeit atmet. Ist das wirklich möglich? Gibt es eines entsprechende Ausrüstung für Menschen? 16. Kann man mit Kontaktlinsen Tauchen? Ist es sicher? Werde ich blind? 17. Ich habe eine Krankheit/Behinderung. Kann ich trotzdem Tauchen lernen? 18. Ich will zum Tauchen in ein malariagefährdetes Gebiet. Welches Medikament soll ich zur Malariaprophylaxe nehmen? 19. Ich bin schwanger. Darf ich Tauchen? 20. Was kann ich vorbeugend gegen Ohrenschmerzen unternehmen? 21. Ich habe etwas davon gehört, dass Lungenautomaten vereisen können. Stimmt das? Wie kann ich mich davor schützen? 22. Ich möchte ein redundantes System und habe etwas über "Spare Air" oder "Pony-Flaschen" gehört. Soll ich eines kaufen? Oder gibt es etwas besseres? 23. Wie transportiere ich Druckluftflaschen? 24. Kann ich meinen Tauchcomputer im Flugzeug mitnehmen? 25. Kann ich mein Tauchgepäck - auch den Computer - bedenkenlos im Frachtraum eines Flugzeugs transportieren? 26. Darf ich meine Tauchlampe/Videolampe im Flugzeug transportieren? 27. Darf ich mein Seenotsignal im Flugzeug transportieren? 28. Ich möchte mir eine Tauchlampe selber bauen. Woher bekomme ich Basteltipps? 29. Woher bekomme ich Unterwasserfackeln (Magnesiumfackeln)? 30. Wo kriege ich bestimmte Software, z.B. zum Auslesen meines Tauchcomputers, erstellen eines Logbuchs etc. her? 31. Das Auslesen der Daten meines UWATECH Aladin mit dem DataTrak (WIN) funktioniert nicht unter Windows. Wieso? 32. Ich will mir eine MemoMouse für meinen UWATECH Aladin selber bauen. Woher kriege ich eine Bauanleitung und die Software? 33. Hat jemand Hinweise zu Software/Hardware, um meinen Tauchcomputer [nicht UWATECH] unter Betriebssystem [nicht WINDOWS PC] auslesen zu können? 34. Hat von Euch jemand eine Ahnung warum die UWATECH Software DataTrak nicht auf einem schnellen Pentium-PC (>200 Mhz) läuft ("Runtime Error 200 at XXXX:XXXX") bzw. was man dagegen tun kann? 35. Funktioniert GPS beim Tauchen? 36. Ich habe in der Umgebung einen netten kleinen See entdeckt. Darf ich dort Tauchen? 37. Kennt jemand einen guten Chat für Taucher im Internet? 38. Ich möchte mehr über Tauchen erfahren. Welche Tauchzeitungen gibt es? 39. Zahlt meine Versicherung bei einem Tauchunfall? 40. Es wird immer wieder in den einschlägigen Kleinanzeigen "Ausbildung gegen Mitarbeit" angeboten. Lohnt sich das? 1. Wozu ist die Gruppe de.rec.sport.tauchen da? Was in einer Gruppe diskutiert werden sollte, kann man immer an deren Kurzbeschreibung und Charta erkennen. Für diese Gruppe lauten sie: de.rec.sport.tauchen: Fragen zum Sporttauchen. Diese Gruppe soll der Diskussion von Fragen über Tauchsport mit seinen Sonderformen wie Nacht-, Wrack- und Höhlentauchen, Tauchtechnik, Tauchreisen, Tauchmedizin, Tauchausbildung, UW Fotografie und Tauchgebiete dienen. 2. Wie verhalte ich mich in der Newsgroup? Was bedeutet "Netiquette"? Unter Netiquette verstehen wir, wie man das Netz - vor allem unsere Newsgroup de.rec.sport.tauchen - effizient und höflich benutzen kann und soll. Hinweise dazu findest Du in der Netiquette für das deutschsprachige Usenet in der Gruppe news:de.newusers.infos oder alternativ im WWW unter http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/netiquette. Bitte beachte vor allem aber auch die 14-tägigen Postings mit dem Subject: [Info] de.rec.sport.tauchen. 3. Gibt es ein Archiv für de.rec.sport.tauchen? http://groups.google.de/ archiviert alle Newsgroups. Prinzipiell solltest Du, bevor Du in der Newsgroup eine Frage stellst, zunächst das Archiv zurate ziehen. In den letzten Jahren sind viele Themen bereits bis in jedes Detail ausdiskutiert worden. 4. Ich möchte Tauchen lernen. Ich habe von unterschiedlichen Organisationen gehört, bei denen man Tauchen lernen kann, wie z.B. PADI, VDST, VIT, DLRG, CMAS etc. Welches ist die beste, bei welcher sollte ich Tauchen lernen? Diese Frage wird immer wieder in allen Diskussionen über Ausbildung gestellt. Die kurze und meist akzeptierte Antwort ist, dass alle Verbände einem Minimalstandard genügen müssen und deswegen eigentlich eher kleinere Unterschiede aufweisen, als man denkt. Jeder Verband hat Vor- und Nachteile gegenüber den anderen Verbänden. Das wichtigste bei der Ausbildung ist ein guter Tauchlehrer, und Du solltest mit diesem vor dem Tauchkurs reden, um festzustellen, was Dir angeboten wird und wie Dein Gefühl über den Tauchlehrer ist. Einige Tauchlehrer fügen dem Standardkurs oft zusätzliche Ausbildungsübungen etc. zu. Du solltest fragen, was genau Du für Deine Kursgebühren bekommst, was Du noch braucht, um den Kurs durchführen zu können (Ausrüstung, Lehrmaterial) und was an Extrakosten (Brevetierungs- und Prüfungsgebühren etc.) auf Dich zukommt. Machst Du bei einem der kleineren lokalen Verbände eine Ausbildung, solltest Du darauf achten, dass nach Abschluss ein international anerkanntes Brevet (z.B. PADI oder CMAS) verliehen wird, um auch auf einer kleinen Insel im Pazifik ohne Probleme Tauchen zu dürfen. Da wären wir gleich bei der Frage nach Akzeptanz: Die Erfahrung zeigt, dass (praktisch) alle bekannten Verbände und Organisationen international anerkannt werden. PADI ist auf der ganzen Welt vertreten, CMAS hauptsächlich in Europa. Trotzdem ist CMAS auf der ganzen Welt bekannt. Also, um Tauchen zu dürfen (und Flaschen auszuleihen) musst Du z.B. PADI Open Water Diver sein oder CMAS 1* haben. Beachte, dass etliche Basen verlangen, dass Du schon PADI Advanced Open Water oder CMAS 2* hast, um dann eigenständig ohne Diveguide oder Tauchlehrer zu Tauchen. In einigen Gewässern ist Tauchen nur den Mitgliedern eines bestimmten Verbandes erlaubt. Beispiel: Im Stausee an der Okertalsperre im Harz dürfen nur VDST-Mitglieder aus Niedersachsen und Berlin Tauchen. Fazit: Suche Dir ein paar Tauchlehrer aus und lass dann Verstand und Sympathie walten. Wenn Du in einem Tauchclub Mitglied sein willst, dann suche Dir welche aus, geh hin zu einem Clubabend und richte Dich nach den Leuten da. Wenn Du einen "Schein" oder ein Brevet machen willst, frage danach, was das kostet, was das beinhaltet, wann der Kurs anfängt, und wie lange das dauert. Vor Beginn der Ausbildung sollte man sich die Qualifikation der Ausbilder zeigen lassen, um auszuschließen, dass man im Glauben an deren Qualifikation an selbsternannte Tauchlehrer gerät. 5. Ich will mit dem Tauchen beginnen. Brauche ich ein ärztliches Attest? Woher kriege ich eines? Theoretisch kann dieses jeder praktizierende Humanmediziner ausstellen. Wir empfehlen allerdings die Untersuchung durch einen speziell ausgebildeten Facharzt (Tauchmediziner). Eine Liste mit solchen Ärzten in Deutschland findest Du unter http://www.gtuem.org/, Ärzte in Österreich unter http://www.oegth.at/. Wozu die Untersuchung dient und was sie umfassen sollte, findest Du unter http://www.medizin-netz.de/framesets/fsetsporttauchcheck.htm Das Formular der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin zur Tauchtauglichkeitsuntersuchung gibt es zum Download unter http://www.gtuem.org/ttzert.htm. Die Tauchmediziner, die der GTÜM angehören, haben diese Vordrucke vorrätig. Die aktuellen Tauchtauglichkeitsrichtlinien 2001 (erschienen als Buch 16.09.2001) gelten nunmehr für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Jeder Arzt, der sich an diese Richtlinien hält, kann eine Tauglichkeitsbescheinigung ausstellen. Das Manual kann online gekauft werden unter http://www.danshop.com/85012.html. Die Fortbildung nach den GTÜM-Richlinien wird allerdings dringend empfohlen. Die nach GTÜM/ÖGTH-Richtlinien weitergebildeten Ärzte, sind die, die in den Listen auf den Webseiten der Gesellschaften stehen. 6. Ich habe bereits ein Brevet des Verbandes XY und möchte dieses auf ein YX-Brevet umschreiben lassen. Geht das? Die VDST-Äquivalenzliste (http://www.vdst.de/fachbereich/ausbildung/ fachbereich-ausbildung/inhalt/vdst-downloads/aequivalenzliste.pdf) gibt an, welche Brevetstufen anderer Tauchsportverbände insoweit zu den DTSA (Deutsche Tauchsportabzeichen)/CMAS-Brevetstufen äquivalent sind, als der/die Taucher/in nach Vorliegen der weiteren Voraussetzungen laut VDST-DTSA-Ordnung (u. a. die theoretische und praktischen Prüfungen sowie die zusätzlichen 30 bzw. 40 Zwischentauchgänge für DTSA-Silber bzw. -Gold) mit der nächst höheren Brevetstufe beginnen kann. Die Äquivalenzliste bedeutet NICHT, dass die aufgeführten Brevetstufen der anderen Verbände als CMAS-Brevets anerkannt oder auf VDST-DTSA-Stufen umgeschrieben werden können. Beispiel: Wenn Du einen VDTL-Grundkurs gemacht hast, dann ist das äquivalent zu einem VDST-Grundtauchschein. Du kannst Deinen VDTL-Schein NICHT umschreiben lassen auf einen VDST-Grundtauchschein, ABER er wird anstelle vom VDST-Grundtauchschein als Voraussetzung für die nächste VDST-Stufe (hier: Bronze) anerkannt. Ebenso kannst Du mit einem PADI Open Water Diver (äquivalent zu einem VDST-Bronze-Brevet) gleich anfangen, VDST-Silber zu machen. 7. Gibt es in meiner Stadt einen Tauchverein? Eine Übersicht über alle VDST-Vereine kannst Du auf Anfrage (auch per E-Mail) beim VDST (http://www.vdst.de/) bekommen. Viele Tauchschulen haben auch angeschlossene Clubs, frage dort nach. 8. Ich habe gerade mit dem Tauchen angefangen und möchte mir nun eine Ausrüstung zulegen. Was soll ich mir kaufen? Hier gibt es zwei Meinungen. Die eine ist, dass man sich erst Ausrüstung kaufen sollte, wenn man sich sicher ist, welche Art von Tauchgängen man machen will (z.B. tropisches Tauchen vs. Bergseen). Folgt man dieser Meinung, sollte man sich nur Maske, Schnorchel und Flossen kaufen und den Rest im Urlaub leihen. Die andere Meinung ist, dass Leihausrüstungen (vor allem in tropischen Tauchbasen) oft zweite Wahl und schlecht gepflegt sind und dass die eigene Ausrüstung besser und zuverlässiger ist. Folgende Reihenfolge beim Kauf erscheint sinnvoll: 1. ABC, 2. Anzug, 3. Zwei Lungenautomaten, 4. Jacket, 5. Hilfsmittel (Computer, Kompass etc.), 6. Blei, 7. Flasche(n), 9. Welchen Tauchcomputer soll ich mir als Anfänger kaufen? Wichtige Vorbemerkung: Tauchcomputer (und Tauchtabellen) basieren auf empirisch und statistisch ermittelten Werten. Obwohl durch eine fundierte Theorie hinterlegt, gelten daraus abgeleitete Werte *immer nur für einen Teil* der Population. Dieser Anteil ist zwar je nach Rechenmodell/Tabelle recht hoch, aber nie allumfassend! Das Individum darf daher *nie* voraussetzen, dass die Computerinformation/Tabelle für ihn persönlich hinreichend sicher ist! Es gab in d.r.s.t. bereits seriöse Berichte über Dekompressionserkrankungen nach Tauchgängen in einer Tiefe von nur rund 10 Metern! Ein Tauchcomputer ist zum Tauchen nicht notwendig - er ist allerdings komfortabel und dadurch hilfreich. Der Tauchcomputer misst die: - Tauchtiefe (über den Umgebungsdruck), - Tauchzeit (über eine eingebaute Uhr), - eventuell die Temperatur, - eventuell die geatmete Luftmenge (über den Flaschendruck). Aus diesen Werten berechnet der Computer Informationen wie: - maximal bisher erreichte Tiefe (Schleppzeigerfunktion), - bisherige Tauchzeit, - verbleibende Nullzeit, - Austauchzeit (insgesamt), - Dekostufen (oder tiefste Dekostufe), - falls luftintegriert auch die verbleibende Restluft bzw. Restzeit. Diese Informationen zeigt der Computer mehr oder weniger übersichtlich an, und zwar je nach Modell mit Hintergrundbeleuchtung oder nachleuchtend. Außerdem gibt es Rechner, die alternative Atemgase berücksichtigen, wie beispielsweise Nitrox, das durch reduzierten Stickstoffanteil höhere Nullzeiten bei geringerer Maximaltiefe gestattet. Bleibt die Frage: *Wann* soll ich mir einen Computer kaufen? Erfahrene Sporttaucher antworten darauf: Dann wenn Du... - sonst alles hast, insbesondere die sicherheitsrelevante Ausrüstung, - die Arbeitsweise des Computers und die Dekotheorie dahinter verstanden hast, - dann noch Geld übrig hast. (Siehe dazu auch FAQ Nr. 8.) Zusammengefasst: Ein Tauchcomputer ist per se kein sicherheitsrelevantes Teil der Tauchausrüstung - er dient lediglich dem Komfort und der Redundanz und trägt letztlich nur dadurch zur Erhöhung der Sicherheit bei! Wichtig ist allerdings, dass man selbst die Dekotheorie verstanden und ein Gefühl für die Dekozeiten entwickelt hat, da man nur so gegen Computerfehler gefeit ist. Daher kann man nur raten, einen Computer nur als Zusatzgerät zu verwenden, die eigentliche (grundsätzliche) Abschätzung der Austauchmöglichkeiten aber anhand von Uhr, Tiefenmesser und Tabelle vorzunehmen. Es gab in drst in der Vergangenheit immer wieder Berichte über defekte Computer. Häufige Ursache: Defekter Drucksensor. Es ist klar, dass ohne weitere Überprüfung (Uhr, Tiefenmesser, eigenes Denkvermögen) solche Fehler nicht bemerkt werden. Da die Gesundheit davon abhängt, sei noch mal wiederholt: Nie ohne Uhr, Tiefenmesser und Wissen unter Wasser gehen - zumindest solange nicht, bis man wirklich genau weiß was man tut - dann übrigens weiß man meistens auch genau, welches Computermodell man eigentlich braucht! 10. Meine neue Maske beschlägt ständig - was kann ich dagegen tun? Der Beschlag rührt meist vom Trennmittel her, das bei der Herstellung des Maskenkörpers verwendet wird, damit sich dieser nach dem Guss aus der Form lösen lässt. Dieses Trennmittel enthält normalerweise Silikonöl, welches chemisch fast nicht angreifbar ist. Es helfen also weder Seife noch Spucke, man muss es mechanisch entfernen. Außerdem hat es die Eigenschaft, hervorragend an Oberflächen zu haften und dabei einen extrem dünne Film zu bilden. Gleichzeitig kriecht es über die Oberfläche. Wenn also nur noch ein kleiner Rest davon auf dem Maskenkörper ist, kriecht dieser über die gesamte Oberfläche, inklusive der Gläser. Die Maske beschlägt. Das beste Mittel dagegen ist handelsübliche Zahnpasta. Die komplette Maske (wichtig, s.o.) wird damit innen und außen gründlich eingerieben. Anschließend lässt man die Maske einen Tag trocknen. Dann, und das ist der eigentliche Trick an der Sache, wird die Zahnpasta mit einem weichen Lappen abgerieben. Die in den Ecken und am Rand der Gläser verbleibenden Reste entfernt man mit einer alten Zahnbürste. Anschließend kann die Maske dann noch mit Wasser oder Seifenlauge gespült werden. Bei dieser Vorgehensweise werden die kleinen Teilchen der Zahnpasta mit ihrer großen Oberfläche in innigen Kontakt mit dem Silikonöl gebracht. Die in der Zahnpasta enthaltenen Waschsubstanzen bringen gleichzeitig einen Teil des Trennmittels zur Lösung und können so mit Wasser abgewaschen werden. Von der Verwendung schärferer Mittel ist eher abzuraten, da diese das Silikon des Maskenkörpers angreifen können. 11. Meine Neoprenteile verströmen trotz regelmäßigen Spülens einen üblen Geruch. Was kann ich dagegen unternehmen? Anzüge vertragen normalerweise eine Maschinenwäsche im Schon- oder Wollwaschgang bei 30 Grad mit nicht-bleichendem Waschmittel (Feinwaschmittel). Bei Bedarf kann auch ein Wäschedesinfektionsmittel zugesetzt werden (gibt es in der Apotheke, u.a. von Sagrotan). Nicht Schleudern! Der Biologe Oliver C. Thornton hat - nach mikrobiologischen Untersuchungen, die er an rund 20 übel riechenden Neopren-Füßlingen vorgenommen hat - folgendes festgestellt: Verursacher des Geruchs ist Clostridium butyricum, ein Bakterium, das neben Buttersäure noch eine ganze Reihe anderer "Gestank-Hammer" bei seinen auxotrophen, anaeroben Gärprozessen herstellt. Einfache Lösung des Problems: Nach jedem Tauchgang ein paar Spritzer Spitacid (zur Not tut es auch Sagrotan o.ä.) in die Füßlinge und einmal durchwringen, damit es überall hinkommt; das tötet die Clostridien und verhindert die Geruchsentstehung. Spitacid ist ein Desinfektionsmittel für den Labor und Krankenhausbedarf, das beinahe alle Bakterien und noch vieles andere tötet, indem es durch den enthaltenen Benzylalkohol verschiedene Stoffwechselvorgänge unterbindet. Infos zu Spitazid: http://www.uni-muenster.de/Chemie/AC/gefahrstoff/uw-d26.htm, Bezug u.a. bei http://www.medizinbedarf.de/hygiene/desinfektions- _u._reingigungsmittel/haendedesinfektion.html (500 ml kosten ca. 8 Euro, 5 Liter rund 60 Euro, ohne Mwst.). Nach der Desinfektion oder vor der erneuten Benutzung sollte man die behandelten Teile gut spülen. Bis der alte Geruch aus den Füßlingen raus ist, braucht es trotzdem eine Weile. Die o.g. Methode zerstört nur den Geruchsverursacher, aber kaum den Geruch selbst. Man muss also ein bisschen Geduld haben, bis die Füßlinge wieder "normal" riechen oder ein Neoprendeodorant benutzen, beispielsweise "Sink the Stink", das auch in Deutschland unter diesem Namen in zahlreichen Tauchshops für wenig Geld erhältlich ist und wirklich gut wirkt. 12. Kann mir jemand einen günstigen Versandhandel für Tauchausrüstung nennen? Es gibt sehr viele unterschiedliche Meinungen zum Ausrüstungskauf über den Versandhandel und es erscheint unmöglich, eine allgemeingültige Antwort zu diesem Thema zu geben. Konsens ist aber wohl, dass man bereit sein muss, auf Service und Beratung zu verzichten, wenn man im preiswerteren Versandhandel und eben nicht im Tauchladen um die Ecke kauft. 13. Was kann mir jemand über das Tauchen in [Ägypten, Österreich, Karibik, etc.] erzählen? Bevor Du die Frage nach einem bestimmten Tauchplatz, einem Reiseziel, einem Boot, einem Gewässer oder einem Hotel stellst, lies zunächst die vorhandenen Beiträge, indem Du alle Nachrichten (nicht nur die neuesten 100) vom Server lädst und schau ins Archiv (siehe FAQ Nr. 3). Niemand beantwortet gerne innerhalb von 14 Tagen 20mal die Frage "Wie ist es in Sharm El Sheikh?". Für manche Gebiete, z.B. die Karibik, bietet sich auch eine Suche in den Archiven der internationalen Newsgruppen an. Findet sich in den Archiven nicht die Information, die man haben will oder ist diese schon zu alt, dann frage gerne erneut. 14. Ich habe einen Fisch fotografiert, den ich nicht kenne. Kennt ihn jemand von Euch? Möglich. Aber bitte poste das gescannte Foto auf keinen Fall in die Newsgroup! Bedenke, dass andernfalls diese Daten hundertfach auf den Newsservern dieser Welt landen und tausendfach von den Usern heruntergeladen werden - zwangsläufig. Die dadurch erzeugte Netzlast nimmt schnell Gigabyte-Dimensionen an. Das muss nicht sein. Packe das gescannte Foto auf eine Website und poste stattdessen den URL. Binärdateien gehören aus o.g. Gründen nicht in Diskussionsgruppen. 15. Ich habe einen tollen Film namens Abyss gesehen, in dem eine Ratte eine Flüssigkeit atmet. Ist das wirklich möglich? Gibt es eines entsprechende Ausrüstung für Menschen? Ja, es ist möglich. Die Ratte atmete wirklich Flüssigkeit im Film. Ja, es ist prinzipiell auch mit Menschen möglich. Die Flüssigkeit ist ein Fluorchlorkohlenwasserstoff, ähnlich Freon, aber mit einem höheren Siedepunkt. Ein derartiges Mittel wird in der Medizin erprobt, u.a. zur Behandlung von Lungenverletzungen (Verbrennungen, Verätzungen etc.), Markennamen Liquivent, Oxygent. 16. Kann man mit Kontaktlinsen Tauchen? Ist es sicher? Werde ich blind? Ja, man kann. Die Sicherheit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Es ist möglich, dass sich unter gasundurchlässigen (oder schwer durchlässigen) Kontaktlinsen Gasbläschen bilden. Aus diesem Grund sollten hochgasdurchlässige Linsen (wie viele weiche Linsentypen) verwendet werden, oder es sollte ein Loch in die Linsen gebohrt werden. Wenn Du Wasser in die Maske bekommst oder Dir die Maske vom Kopf geschlagen wurde und Du die Augen öffnest, ist es möglich, dass Du eine Linse verlierst; es muss aber nicht sein. Versuche der Zeitschrift "unterwasser" zeigten sogar, dass es relativ selten zu einem Verlust der Kontaktlinsen kam, vor allem, wenn die Augen zu Schlitzen zusammengekniffen wurden. Man hat immer ein höheres Augeninfektionsrisiko beim Tragen von Kontaktlinsen. Es besteht immer die Möglichkeit von Bakterien im Wasser. Eine schnelle Behandlung im Falle einer Infektion ist nötig. Zumindest eine Studie hat gezeigt, dass eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer "Acanthamoebainfektion" beim Tragen von Kontaktlinsen besteht. Dr. Soni, Associate Professor für Optometrie an der Indiana University, hat an einer Studie teilgenommen, die zeigte, dass 100% der weichen Linsen, die im Schwimmbad benutzt wurden, kontaminiert waren. Normalerweise bestehen weiche Linsen aus einem gewissen Prozentsatz an Wasser. Sie absorbieren die Tränenflüssigkeit und die Absorbationsmenge ist abhängig von der Salzkonzentration der Tränenflüssigkeit. Wenn man mit Kontaktlinsen schwimmt und man die Augen öffnet, passt sich die Absorbationsmenge der Flüssigkeit an, in der man schwimmt. Dies verursacht einen "Klebeeffekt" auf der Cornea. Es wird vorgeschlagen, mindestens eine halbe Stunde nach dem Schwimmen zu warten (bis sich die Absorptionsmenge der Tränenflüssigkeit wieder angepasst hat), bevor man die Kontaktlinsen entfernt, da sonst das Entfernen die Cornea beschädigen kann und eine "clear passage into the cornea for the bacteria from the contaminated lenses, which will cause infection" formt. In jedem Falle gibt es aber noch die Möglichkeit, vorgefertigte Maskengläser zu kaufen oder sich eine Tauchermaske "Maßschneidern" zu lassen. 17. Ich habe eine Krankheit/Behinderung. Kann ich trotzdem Tauchen lernen? Tauchen ist ein körperlich fordernder Sport, der u.a. ein gesundes Herz, Kondition und gesunde Lungen voraussetzt. Es gibt viele Krankheiten, die das Tauchen einschränken oder sogar unmöglich machen. Frage bei Deiner Tauchbasis oder bei der nächsten Überdruckkammer nach, ob die nicht einen Arzt kennen, der vom Tauchen eine Ahnung hat. Einige Krankheiten, bei denen man normalerweise nicht Tauchen sollte (frage aber auf jeden Fall einen kundigen Arzt) sind Asthma, Diabetes, Epilepsie oder ähnliche motorikstörende Krankheiten, vergangene Fälle von Pneumothorax, Emphysemen, Herzkrankheiten und andere mehr. Eine Liste der Tauchmediziner in Deutschland gibt es unter http://www.gtuem.org/. Österreichischen Tauchmediziner findest Du unter http://www.oegth.at/. Hinweise zum Tauchen für Behinderte erhältst Du von der International Association for Handicapped Diving (IAHD) Deutschland Schwalbenweg 10a 33129 Delbrück Tel. (05250) 930384 Fax (05250) 930385 18. Ich will zum Tauchen in ein malariagefährdetes Gebiet. Welches Medikament soll ich zur Malariaprophylaxe nehmen? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Grundsätzlich ist es leider so, dass sich viele Wirkstoffe (u.a. Mefloquin (Markennamen Lariam, Mephaquin, Mefliam) bzw. deren mögliche Nebenwirkungen (u.a. psychotische Episoden, Sehstörungen, epileptische Krampfanfälle, Müdigkeit, Schwindelgefühl) nicht mit dem Tauchen vertragen. In den meisten Fällen sind diese Medikamente allerdings nicht unter hyperbaren Bedingungen erprobt worden, so dass eine endgültige Gewissheit über die Tauchverträglichkeit oder Unverträglichkeit fehlt. Bei der Auswahl ist natürlich auch die Erregerresistenz von Bedeutung, d.h. nicht jedes Medikament ist in jeder Region geeignet. Auf jeden Fall ist der Rat eines erfahrenen Tropenmediziners, ggf. in Verbindung mit einem Taucherarzt, angeraten. Apotheker alleine sind mit dieser Fragestellung wohl überfordert. Die aktuellen Empfehlungen der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin, basierend auf den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft zur Malariaprophylaxe, gibt es unter http://www.gtuem.org/info/malariaproph.htm Weitere Infos: - Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.: http://www.dtg.mwn.de/malaria/malproph.htm 19. Ich bin schwanger. Darf ich Tauchen? Schwangere Frauen sollten grundsätzlich nicht Tauchen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Gerätetauchen während der Schwangerschaft fruchtschädigend sein kann (die Missbildungsraten bei Neugeborenen von Frauen, die während der Schwangerschaft getaucht sind, liegen signifikant höher als der Durchschnitt). Tauchen mit Gerät sollte bereits dann unterlassen werden, wenn eine Schwangerschaft möglich oder wahrscheinlich ist. Das Risiko für das Ungeborene ist im ersten Schwangerschaftsdrittel besonders hoch. Als gefährdende Faktoren können angenommen werden: - toxische Wirkung des erhöhten Inertgaspartialdruckes, - toxische Wirkung des erhöhten Sauerstoffpartialdruckes, - erhöhte Gefährdung durch Dekompressionskrankheit, - mögliche Unterkühlung. Schnorcheln in flachen Gewässern erscheint hingegen relativ ungefährlich, solange der behandelnde Arzt der Meinung ist, dass die Schwangere die körperliche Belastung aushalten kann. In jedem Falle sollte man einen Arzt, der etwas vom Tauchsport versteht, hinzuziehen und sich beraten lassen. Artikel zum Thema: http://www.9monate.de/Tauchen_in_der_schwangerschaft.html 20. Was kann ich vorbeugend gegen Ohrenschmerzen unternehmen? - Nach dem Tauchen die Ohren möglichst bald mit einem weichen Strahl Trinkwasser spülen. - Stirnband oder Mütze tragen, um Zugluft fernzuhalten. - Keine Watte in die Ohren stopfen, keine Wattestäbchen benutzen - Oleum Hyperice (Johanniskraut-Öl) nach dem Tauchen in die Ohren träufeln Ohrentropfen besorgen (macht euch jede Apotheke) und nach dem Tauchgang verwenden. Die Ohrentropfen bestehen z.B. aus: Eisessig 5,0 Aqua Dest 10,0 Isoprop 95% 85,0 Glycerin q.s. (q.s. steht für quantum satum) Die Ohrentropfen sind reine Vorbeugemaßnahmen. Sind Deine Ohren erst mal entzündet, dann sofort zum Facharzt! 21. Ich habe etwas davon gehört, dass Lungenautomaten vereisen können. Stimmt das? Wie kann ich mich davor schützen? Ja, es stimmt. Und es gibt definitiv keine hundertprozentig vereisungssicheren Automaten. Die Hauptursache für Vereisung ist Feuchtigkeit in der Atemluft. Weitere Ursachen sind äußere Kälte (niedrige Luft- und Wassertemperatur) und hoher Luftverbrauch. Bestimmte Druckminderer (insbesondere kolbengesteuerte) sind bauartbedingt anfälliger für Vereisung als andere (z.B. membrangesteuerte). Ein zusätzlicher Kälteschutz (Kapselung, Öl- oder Glycerinfüllung) kann das Risiko wirksam verringern. Schutzmaßnahmen: - Nur mit trockener Luft (also auch trockener Flasche) Tauchen. - Kaltwassertaugliche Automaten benutzen (membrangesteuerte sind weniger vereisungsanfällig). - Zwei getrennte Systeme benutzen (siehe FAQ Nr. 22). - Hauptatem- und Tariersystem voneinander trennen. - Zusätzlichen Kälteschutz an der ersten Stufe installieren. 22. Ich möchte ein redundantes System und habe etwas über "Spare Air" oder "Pony-Flaschen" gehört. Soll ich eines kaufen? Oder gibt es etwas besseres? Das Tragen eines redundanten Atemsystems ist auf jeden Fall eine sehr gute Idee und insbesondere dann schwer angesagt, wenn Du Kaltwassertauchgänge (dazu gehört quasi jeder Tauchgang in einem unserer nordeuropäischen Binnengewässer) machen willst. Auf jeden Fall gehören dazu immer zwei komplette Lungenautomaten (1. Und 2. Stufe) an getrennt absperrbaren Ventilen. Unter einem redundanten System verstehen wir ein System, dass weiterarbeitet, egal wie katastrophal der Fehler im Hauptsystem war. Ein Doppelventil kann nur mit Einschränkungen als redundant verstanden werden, da durch einen mechanischen Fehler (z.B. defekter O-Ring) der gesamte Luftvorrat verloren gehen kann oder durch eine defektes Finimeters der gesamte Luftvorrat unbemerkt aufgebraucht werden könnte. Die drei gebräuchlichsten redundanten Systeme sind: 1. "Bailout-Flasche", 2. Pony-Flasche, 3. Doppelflaschenpaket. Einige Westen haben die Möglichkeit, Notflaschen zu verwenden. Mit entsprechendem Training und Übung ist es möglich, Luft aus der Weste als Reserve zu benutzen. Da es sich aber nicht um ein "Automaten-System" handelt und die Durchführung der Jacketatmung in einer Notfallsituation sehr schwierig erscheint (mal ganz abgesehen davon, dass man vermutlich nicht unbedingt das einatmen möchte, was seit Jahren in der Weste wächst), wird dies nicht näher besprochen. Bailout-Flaschen gibt es in Größen um die 0,3 l. Die bekannteste Marke ist der "Spare Air". Die Flasche hat einen Automaten direkt an der Flasche. Dieser muss bei älteren Modellen vor dem Tauchgang eingeschaltet werden. Mittels eines Adapters kann der "Spare Air" vom normalen Tauchgerät gefüllt werden. Kosten liegen je nach Größe bei ca. 350 Euro. Pony-Flaschen sind kleinere Druckluftflaschen (2 bis 7 Liter), an denen ein normaler Lungenautomat angebracht wird. Mit Hilfe eines Befestigungssystems werden diese Flaschen an der Hauptflasche befestigt oder seitlich bzw. vor dem Körper hängend befestigt. Die Kosten für die Flasche gehen gegen Null, wenn man in Tauchclubs nach gebrauchten Flaschen fragt, die keiner mehr braucht. Bedenken sollte man den TÜV (rund 30 Euro alle zwei Jahre). Zusätzlich kommt noch der Preis von einem guten Lungenautomat (ab ca. 200 Euro) hinzu. Doppelflaschen sind zwei gleichartige Flaschen, die je nach Philosophie als unabhängige Tanks oder mit einer Brücke verbunden verwendet werden. Kosten sind stark abhängig von der Flaschengröße, der Qualität der Ventile und Art der Automaten. Mit Sicherheit die beste, aber auch die teuerste Lösung. Die nachfolgende Tabelle zeigt den gesamten Luftverbrauch vom Eintreten einer Notsituation bis zum Erreichen der Oberfläche mit verschiedenen Verbrauchsraten (Atemminutenvolumen). In einem Notfall muss man damit rechnen, dass die Verbrauchsrate bei 25 l/min oder darüber liegt. Gesamtluftverbrauch (l) ohne Sicherheitsstop Luftverbrauch (l/min) Tiefe (m) | 5 | 10 | 15 | 20 | 25 ----------+-------+-------+---------------+------ 10| 15.0 | 30.0 | 45.0 | 60.0 | 75.0 20| 32.5 | 65.0 | 97.5 | 130.0 | 162.5 30| 55.0 | 110.0 | 165.0 | 220.0 | 275.0 40| 82.5 | 165.0 | 247.5 | 330.0 | 412.5 50| 115.0 | 230.0 | 345.0 | 460.0 | 575.0 60| 152.5 | 305.0 | 457.5 | 610.0 | 762.5 Gesamtluftverbrauch (l) mit Sicherheitsstop Luftverbrauch (l/min) Tiefe (m) | 5 | 10 | 15 | 20 | 25 ----------+-------+-------+---------------+------ 10| 37.5 | 75.0 | 112.5 | 150.0 | 187.5 20| 55.0 | 110.0 | 165.0 | 220.0 | 275.0 30| 77.5 | 155.0 | 232.5 | 310.0 | 387.5 40| 105.0 | 210.0 | 315.0 | 420.0 | 525.0 50| 137.5 | 275.0 | 412.5 | 550.0 | 687.5 60| 175.0 | 350.0 | 525.0 | 700.0 | 875.0 Annahmen: - Aufstiegsgeschwindigkeit 10m/min - Von einer Stufe zur nächsten wird immer der Wert der höheren Stufe angesetzt (keine Integration). Bsp.: Von 20 m auf 10 m werden nur für den Aufstieg um 10 m 15 l Luft verbraucht, von 10m auf 0m 10 l (bei 5 l Verbrauch) - 30 s Verweilzeit auf Tiefe - Sicherheitsstop auf 5m (für den Sicherheitsstop werden die Werte für 5 m berechnet) ansonsten s.o. - Dauer Sicherheitsstop: 3 min Die Tiefen über dem Sporttauchlimit sind nur zur Vollständigkeit angegeben und sollen nicht verleiten, so tief zu Tauchen. Ein redundantes System verringert nur eine der Gefahren in diesen Tiefen. Vergleicht man nun die Größe eines "SpareAir" (0,5 Liter) mit dem einer Pony-Flasche (die kleinste hat 2 Liter), stellt man folgendes fest: Mit dem größten SpareAir hat man ca. 0.5 l x 180 bar = 90 l Atemluft zu Verfügung (180 bar, weil man von einer anderen Flasche überströmen lässt, also keine 210 bar in den SpareAir hineinbringt). Mit der kleinsten Pony-Flasche hat man 2 l x 210 bar = 420 l zur Verfügung. Anhand der obigen Tabelle wird der Unterschied zwischen den einzelnen Systemen sehr deutlich. Es ist sicher, dass bei tieferen Tauchgängen mehr Reserveluft zur Verfügung stehen sollte, als in der Tabelle angegeben wird, da Du vielleicht einen längeren Deko-Stop brauchst. Einige Leute haben ihre Bailout-Flaschen getestet, um aus Tiefen von über 30 m aufzusteigen. Dabei sollte betont werden, dass diese Tests nicht unter Stress stattfanden. Typischerweise waren sie austariert, fertig zum Aufstieg und verbrauchten weniger Luft als in einer echten Stresssituation. Anhand obiger Tabelle sieht man, dass es für einen Taucher mit einem Luftverbrauch von 5 l/min, der sofort aufsteigt nachdem er zur Bailout-Flasche gewechselt hat, möglich wäre, die Oberfläche zu erreichen. Leute, die Bailout-Flaschen bevorzugen, sagen, dass eine Pony-Flasche zu groß sei, um sie zu transportieren und zu tragen, und sie deswegen nur als Bootsdekoration verwendet wird. Befürworter der Pony-Flaschen, die diese auch auf Reisen mitnehmen, sagen, dass sie damit kein Problem haben, und viele tragen sie immer, wenn sie Tauchen gehen. Sie stimmen nicht mit der Aussage überein, dass es zu schwierig und umständlich sei, mit einer Ponyflasche zu Tauchen. Gegner der Bailout-Flaschen glauben, dass diese ein unnützer Trödel sind, da sie nicht genügend Luft für eine Notsituation beinhalten. Sie argumentieren, dass von der Zeit des Wechsel zur Flasche gerade mal genug Zeit vorhanden ist, um direkt an die Oberfläche zu schwimmen. Man hat keine Zeit, um Probleme zu lösen, und wenig oder keine Luft, um sich selber positiv zu tarieren. Eine Bailout-Flasche kann einem ein falsches Gefühl der Sicherheit vorgaukeln und so eigentlich unsicherer sein, als ohne Flasche. Nimmt man eine Flasche (egal welche) auf Flugreisen mit, so sollte man die Flasche komplett leeren und das Flaschenventil lockern. Meist wollen die Kontrolleure am Flughafen in die Flasche sehen. 23. Wie transportiere ich Druckluftflaschen? Druckluft ist nach den Vorschriften des ADR (Unterzeichnungsprotokoll zum europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße), Randnummer 2201, der Klasse 2 Ziffer 1A zugeordnet. Von Tauchern kann jedoch die Freistellungsregelung der Randnummer 2009/10603 Buchstabe a des ADR in Anspruch genommen werden. Diese besagt, dass Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern die betreffenden Güter einzelhandelsgerecht abgepackt und zum persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit oder Sport bestimmt sind, von den Vorschriften der Anlage A und B des ADR befreit sind. Jedoch sind bei innerstaatlichen Beförderungen die einschränkenden Regelungen der Anlage 2 zur Gefahrgutverordnung Straße (GGVS) Nr. 1.3/2.5 Buchstabe a zu beachten. Bezogen auf Druckluftflaschen für Taucher heißt dies, dass in der Beförderungseinheit 1000 kg Bruttomasse (vgl. Randnummer 10011) nicht überschritten werden darf, dass die allgemeinen Verpackungsvorschriften der Randnummer 3900 Absatz 1, 2 und 5 bis 7 zu beachten sind und dass der Gefahrzettel Muster 2 (Gasflasche, schwarz oder weiß auf grünem Grund, kleine Ziffer 2 in der unteren Ecke) auf den Gasflaschen angebracht sein muss. Ein Beförderungspapier, das Mitführen von Feuerlöschern sowie das Anbringen von orangefarbenen Tafeln am Fahrzeug ist in diesem Fall nicht erforderlich. Unberührt bleiben jedoch die Vorschriften aus dem Druckbehälterrecht. Vorgenannte Regelung gilt sowohl für einzelne als auch für Gruppen von Tauchern. Konkret bedeutet dies für Transporte von Flaschen mit weniger als 1000 kg Gesamtgewicht: - Die Flaschen müssen während des Transports so verstaut sein, dass sie nicht verrutschen können. - Stehender Transport ist nur in entsprechenden Halterungen gestattet. - Das Rauchen sowie der Umgang mit offenem Feuer ist im Fahrzeug und in seiner unmittelbaren Umgebung verboten. Auch muss das Fahrzeug während des Transports ausreichend belüftet werden. Eine spezielle Ausrüstung oder Kennzeichnung des Fahrzeugs ist nicht erforderlich. - Flaschen müssen während des Transports mit einer Schutzkappe oder einem Schutzkragen versehen sein, die das Ventil vor mechanischer Beschädigung schützen. Erfolgt der Transport in einer Schutzkiste, darf auf die Kappen verzichtet werden. - Beim Transport der Flaschen innerhalb Deutschlands darf auf Beförderungspapiere verzichtet werden - Bei grenzüberschreitendem Verkehr jedoch muss immer das Beförderungspapier mitgeführt werden. Weitere Infos: http://www.dlrg.de/Angebot/Tauchen/drucklu.htm 24. Kann ich meinen Tauchcomputer im Flugzeug mitnehmen? Ja. Allerdings solltest Du Dich davor hüten, ihn während des Fluges (insbesondere bei Start und Landung) einzuschalten. Die meisten Tauchcomputer sind auch im Stand-By-Modus aktiv, d.h. sie messen den Umgebungsdruck. Schaltest Du ihn während des Fluges ein, kann es vorkommen, dass der Rechner wegen des geringeren Kabinendrucks einen "Bergseetauchgang" beginnt, der dann nach der Landung im negativen Bereich endet und Deinen Computer zumindest für eine gewisse Zeit (oder bis Du den Rechner in einer Druckkammer "auftauchst") unbrauchbar macht. 25. Kann ich mein Tauchgepäck - auch den Computer - bedenkenlos im Frachtraum eines Flugzeugs transportieren? Normalerweise ja. Die Frachträume der gängigen Flugzeugtypen sind druckbeaufschlagt (ca. 0,85 bar, entspricht einem Umgebungsdruck auf etwa 1.500 m über Meereshöhe) und beheizt (auf rund 10°C). Es ist allerdings empfehlenswert, die vitalen Ausrüstungsteile (Lungenautomaten und Computer) im Handgepäck zu transportieren, damit bei Gepäckverlust nicht gleich der ganze Tauchurlaub ins Wasser fallen muss. Achtung! Lampen dürfen neuerdings nicht mehr im Fluggepäck transportiert werden (siehe FAQ Nr. 26). 26. Darf ich meine Tauchlampe/Videolampe im Flugzeug transportieren? Ja, aber nur mit Einschränkungen. Das Luftfahrtbundesamt hat Lampen als Gefahrgut eingestuft. Das hat zur Folge, dass Lampen nur noch - zerlegt (Akkus und Brenner getrennt), - im Handgepäck und - nur nach vorheriger Anmeldung bei der Fluggesellschaft transportiert werden dürfen. Weitere Infos: http://www.lba.de/deutsch/oeffentlich/passinfo/gefahrgut.htm 27. Darf ich mein Seenotsignal im Flugzeug transportieren? Die Regelungen sind abhängig von der Ausführung des Signalgebers. NICOSIGNAL: Das sechsschüssige NICOSIGNAL ist als Gefahrengut der Klasse 1.4 G (UN Nr. 0312) eingruppiert und darf daher grundsätzlich nicht in Passagierflugzeugen mitgeführt werden. NICOSIGNAL Handy: Die Signalmunition des vierschüssigen NICOSIGNAL Handy ist aufgrund der speziellen Umverpackung (Blechdose mit Stahlbecher) ein Gefahrgut (Deklarationsname: UN 0432), das der Deklarationspflicht unterliegt und nur entsprechend gekennzeichnet und als Fracht an Bord von Passagierflugzeugzeugen mitgenommen werden darf. Die UN 0432 mit dem Propper Shipping Name: ARTICLES, PYROTECHNIC (for technical purposes) muss nach der ICAO T.1. und der IATA-DGR nach der Verpackungsvorschrift 135 behandelt werden, d.h.: 1. Ein Luftfrachtbrief (Air Way Bill) muss erstellt werden. 2. Eine Versendererklärung (Shipper's Declaration) muss vom Versender ausgefüllt werden. Ein Muster dieser Erklärung gibt es als Adobe-PDF unter http://www.oschn.de/drst/gefahrengut_pdf.zip 3. Eine Gefahrgut-Annahmeprüfung (Acceptance Check) muss von der Luftverkehrsgesellschaft erfolgen. 4. Das Gefahrgut muss in einer UN- geprüften und für die UN 0432 zugelassenen Verpackung sein. Beim NICOSIGNAL Handy ist dies die Standardverpackung. Aufgrund der vielen Ausnahmevorschriften der Länder und Ausnahmevorschriften der Luftverkehrsgesellschaften ist es empfehlenswert, beim Transport von UN 0432 vorher mit der Luftverkehrsgesellschaft Kontakt aufzunehmen, um einen reibungslosen Ablauf der Frachtsendung zu gewährleisten. In zahlreichen Ländern (u.a. Ägypten) fallen Signalschiesser/ -munition unter das geltende Waffengesetz und sind generell nicht erlaubt. Dies sollte man unbedingt berücksichtigen, um den Urlaub nicht im Knast verbringen zu müssen! 28. Ich möchte mir eine Tauchlampe selber bauen. Woher bekomme ich Basteltipps? Dokumentationen und Bauanleitungen gibt es im WWW, die Adressen findest Du mit Hilfe einer Suchmaschine, zum Beispiel http://www.metager.de/ oder http://www.google.de/. 29. Woher bekomme ich Unterwasserfackeln (Magnesiumfackeln)? Diese fallen in Deutschland unter das Sprengmittelgesetz und sind nur für diejenigen erhältlich, die eine entsprechende Ausbildung und einen gewerblichen Bedarf nachweisen können. Eine mögliche, aber sehr umweltverschmutzende Alternative sind handelsübliche Seenotfackeln, wie sie u.a. von der Firma Comet Pyrotechnik GmbH in Bremerhaven hergestellt werden. Die Seenotfackeln (wahlweise weißes oder rotes Licht) brennen ca. eine Minute, müssen aber etwa zehn Sekunden über Wasser gebrannt haben, damit sie nicht im Wasser erlöschen. Der Preis liegt bei 13 bis 15 Mark/Stück. Erhältlich bei Boots- und Segelausstattern. 30. Wo kriege ich bestimmte Software, z.B. zum Auslesen meines Tauchcomputers, erstellen eines Logbuchs etc. her? Schau mal unter http://www.muenster.de/~matthias/aladin/rechtelinks.htm 31. Das Auslesen der Daten meines UWATECH Aladin mit dem DataTrak (WIN) funktioniert nicht unter Windows. Wieso? DataTrak (WIN) funktioniert nur in Zusammenhang mit der original UWATECH MemoMouse. Wenn Du stattdessen nur das Interfacekabel hast, benutze DataTrak (DOS) und lese den Aladin in einem DOS-Fenster aus. Anschließend kannst Du dann das Logbuch mit DataTrak (WIN) editieren. Alternativ kannst Du ein Softwaretool benutzen, um auch mit dem Interfacekabel den Aladin unter Windows auslesen zu können. Dieses Tool findest Du unter http://www.vanwaasen.de/SOFTWARE/SOFTWARE.HTML 32. Ich will mir eine MemoMouse für meinen UWATECH Aladin selber bauen. Woher kriege ich eine Bauanleitung und die Software? Hat bislang noch niemand geschafft, da im Original programmierte Bausteine verwendet werden (siehe http://www.muenster.de/~matthias/aladin/mausi.htm). Die Einzelheiten werden von UWATECH geheimgehalten. Du kannst allerdings das Interfacekabel selber bauen, um den Aladin dann unter DOS auslesen zu können. Viele hier haben sich das Kabel nach einer dieser Bauanleitungen angefertigt: http://www.muenster.de/~matthias/aladin/index.htm 33. Hat jemand Hinweise zu Software/Hardware, um meinen Tauchcomputer [nicht UWATECH] unter Betriebssystem [nicht WINDOWS PC] auslesen zu können? Schau unter http://www.muenster.de/~matthias/aladin/rechtelinks.htm 34. Hat von Euch jemand eine Ahnung warum die UWATECH Software DataTrak nicht auf einem schnellen Pentium-PC (>200 Mhz) läuft ("Runtime Error 200 at XXXX:XXXX") bzw. was man dagegen tun kann? Die Ursache ist ein Fehler in den DOS-Libraries von Borland im Programm DataTrak (DOS). Die neuen Prozessoren sind zu schnell, so dass das Programm "gepatcht" werden muss, um die Programmschleifen langsamer ablaufen zu lassen. Andernfalls kann es zu Abstürzen, unkontrollierten Neustarts oder dem bereits erwähnten "runtime error" kommen. Lösungsvariante 1: Hexeditor nehmen, Bytefolge F7 D0 F7 D2 B9 37 suchen und 37 durch FF ersetzten. Lösungsvariante 2: Einfacher, schneller und sicherer geht es mit dem Programm MPATCH. Du findest es unter http://www.muenster.de/~matthias/aladin/index.htm#200 35. Funktioniert GPS beim Tauchen? GPS steht für Global Positioning System. Dieses System wurde von der US-Regierung zunächst für die militärische Nutzung installiert, ist aber inzwischen für jedermann eingeschränkt nutzbar (eingeschränkt, weil geringere Genauigkeit und darüber hinaus mögliche Ausfälle in Zeiten größerer militärischer Konflikte). GPS mit einer direkt angebrachten Antenne funktioniert unter Wasser nicht mehr. Frequenz und Signalstärke reichen nur aus, um eine sehr dünne Wasserschicht zu durchdringen. Die Genauigkeit von GPS beträgt etwa 10 m je Richtung. Sie wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. 36. Ich habe in der Umgebung einen netten kleinen See entdeckt. Darf ich dort Tauchen? Beim Gerätetauchen in irgendwelchen Gewässern handelt es sich meist um eine Gewässerbenutzung, und die ist grundsätzlich verboten, wenn keine besondere behördliche Genehmigung vorliegt. Nach geltender Rechtsauffassung ist Tauchen nur dann als Wassersport wie etwa Segeln, Kanufahren oder Eislaufen zu verstehen, wenn kein Atemgerät verwendet wird, also nur mit Abc-Ausrüstung getaucht wird ("Schnorcheltauchen"). Bei der Frage, ob in einem Gewässer getaucht werden darf oder nicht, ist das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) die entscheidende Gesetzesgrundlage. Regelungen der einzelnen Bundesländer in ihren Landeswassergesetzen ergänzen das Bundesgesetz, das sowohl für oberirdische Gewässer und Grundwasser wie auch für die Küstengewässer gilt. Das Wasserhaushaltsgesetz regelt den sogenannten "Gemeingebrauch" oberirdischer Gewässer, indem es jedermann das Baden, Waschen, Schöpfen mit Handgefäßen, Tränken, Schwemmen, Befahren mit kleinen Fahrzeugen ohne eigenen Antrieb und das Eislaufen gestattet. Ob das Tauchen - mit Atemgerät - nun dem Baden gleichgestellt werden darf und damit unter den Gemeingebrauch eines Gewässers fällt, oder ob es sich um genehmigungspflichtige Gewässerbenutzung handelt, hängt von der Auslegung im jeweiligen Landesgesetz ab. Bei der Benutzung eines Gewässers schreibt das WHG eine behördliche Erlaubnis bzw. Bewilligung vor, d. h. Gewässerbenutzungen sind verboten, sofern keine anderslautende Erlaubnis oder Bewilligung vorliegt. Leider neigen die meisten Behörden und Verbände dazu, die Gesetzestexte sehr restriktiv auszulegen, d. h. was nicht ausdrücklich im Gesetz erlaubt ist, ist verboten. In der überwiegenden Zahl der Bundesländer fällt das Tauchen mit Atemgerät nicht mehr unter den Begriff des Badens und wird somit genehmigungspflichtig. Des weiteren sind natürlich die regionalen und lokalen Einschränkungen durch geltendes Umweltrecht zu beachten (sollte für verantwortungsbewusste Taucher selbstverständlich sein). Wenn der See in oder an einem Naturschutzgebiet liegt, zum Biotop oder schützenswerten Raum etc. erklärt wurde, ist es Essig mit Fische gucken. Weiterhin gibt es lokale Reglementierungen, die beispielsweise das Nachttauchen untersagen oder das Tauchen auf bestimmte Jahreszeiten beschränken. Diese können dann bei der jeweiligen Gemeinde, bei den Tauchsportverbänden oder den ortsansässigen Tauchschulen erfragt werden. Außerdem bedarf es natürlich noch der Zustimmung des jeweiligen Besitzers des Geländes, welches das Gewässer einschließt. Abgesehen davon, dass dieser vielleicht etwas dagegen hat, dass jemand seine Fische mit etwas zusätzlichem Sauerstoff versorgt, hat der Eigentümer auch das Wegerecht und somit die Verkehrsregelungspflicht. Damit kann er bei Unfällen haftbar gemacht werden. Ist ungefähr vergleichbar, wenn Du ein Haus besitzt und im Winter den Gehweg davor nicht vom Glatteis befreit hast. Bricht sich jemand die Haxen, ziehst Du ggf. vor den Kadi und darfst blechen. Der Gang zur Gemeindeverwaltung ist zwar nie verkehrt, setzt aber voraus, dass der entsprechende Beamte sich sowohl über das geltende Wasserrecht des Bundes, das des Landes, über Einschränkungen durch das Umweltrecht sowie die lokalen Besonderheiten kundig gemacht hat. Und das ist erfahrungsgemäß nur selten der Fall, weil in den meisten Behörden die Kommunikation nicht stimmt und keiner weiß, was der andere tut. Frage vier Leute, Du kriegst fünf verschiedene Antworten, alle sind auch richtig, kannst nur nichts damit anfangen. 37. Kennt jemand einen guten Chat für Taucher im Internet? Da gibt es eigentlich nur einen echten Chat: den Internet Relay Chat (IRC), und dort den Kanal #Tauchen (24 Stunden täglich besetzt). Näheres dazu unter http://www.oschn.de/irc/ 38. Ich möchte mehr über Tauchen erfahren. Welche Tauchzeitungen gibt es? Aquanaut (Schwerpunkt Tauchreisen) Divemaster (Schwerpunkt Ausbildung) Sporttaucher (Mitgliederzeitschrift des VDST) tauchen Taucher News unterwasser 39. Zahlt meine Versicherung bei einem Tauchunfall? Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse erhält - unabhängig von der Art des ausgeübten Sports - Kosten für Heil- und Hilfsmittel, Notfalltransporte sowie für ärztliche Behandlungen ersetzt; hierzu gehört früher auch eine ärztlich angeordnete Druckkammerbehandlung. Inzwischen ist das leider nicht mehr so. Sporttaucher dürfen bei Tauchunfällen in Deutschland nicht mehr mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen rechnen. Nähere Erläuterungen und Empfehlungen finden sich unter http://www.daneurope.de/dan/dtukost0101.htm Ohnehin besteht der Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse (wie auch der meisten privaten Kassen) nur innerhalb Deutschlands. Für Reisen innerhalb Europas kann ein Auslandskrankenschein beantragt werden, wobei auch im Ausland Kostenersatz nur nach den dort üblichen Kassensätzen geleistet wird. Da der Schutz der gesetzlichen Versicherungen meistens nicht ausreicht, ist der Abschluss von individuell zugeschnittenen privaten Versicherungen notwendig. Bei gesetzlich Krankenversicherten empfiehlt sich deshalb für den Auslandsaufenthalt eine Auslandskrankenversicherung. Diese erstattet im Ausland entstehende Kosten für die ärztliche Behandlung (hierzu gehört auch eine ärztlich angeordnete Druckkammerbehandlung), den Transport zum nächsten Krankenhaus nach einem Unfall sowie Heil- und Hilfsmittel nach Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse. Zahlt diese gar nichts, übernimmt die Auslandskrankenversicherung den vollen Betrag. Meistens sind auch die Kosten für einen Rücktransport mitversichert bzw. im Todesfall die Kosten für die Überführung. Auch eine Zusatzversicherung für stationäre Krankenhausaufenthalte, die privatärztliche Behandlungen und den Zuschlag für das 1- oder 2-Bettzimmer bezahlt, ist sinnvoll. Hier ist häufig die Auslandskrankenversicherung beitragsfrei mitversichert. Privat Krankenversicherte haben auch beim Tauchsport vollen Versicherungsschutz. Der Geltungsbereich ist von den vereinbarten Tarifen abhängig. Hierzu ein Tipp: Schließen Sie auch als Mitglied einer privaten Krankenkasse für den Urlaub eine Auslandskrankenversicherung ab. Arztkosten im Ausland sind dann hierüber versichert und Sie erhalten sich Ihren Beitragsrückerstattungsanspruch. Mit zu den wichtigsten Versicherungen zählt die private Unfallversicherung. Sie zahlt bei Invalidität, bei Krankenhausaufenthalt und bei Tod infolge eines Unfalles einen vorher vereinbarten Betrag. Die Versicherungssummen - als wichtigste Leistungsart gilt hier die Invaliditätssumme - sollten deshalb dem Einkommen und Lebensstandard angepasst sein und helfen nach einem Unfall, Aufwendungen für Umbauten (Haus, Auto etc.), Anschaffungen oder Verdienstausfall zu finanzieren. Im Rahmen der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen besteht auch beim Tauchen Versicherungsschutz gegen alle üblichen Unfälle, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: "Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet". Hiernach sind Verletzungen, wie sie in jedem anderen Lebensbereich auftreten können (z.B. Schnittwunden, Knochenbrüche etc.) versichert. Natürlich umfasst dies auch Unfälle durch Gerätefehler, Kontakt mit einem Boot oder den "so häufigen" Hai-Angriff. Die Grenzen finden sich in der Absicherung anderer tauchtypischer Gesundheitsschäden, ohne dass ein Unfallereignis im Sinne dieser Bedingungen gegeben ist. So sind gemäß dieser Definition weder Barotraumata, Deko-Schäden noch andere tauchtypische Gesundheitsschäden versichert, da hier die "Plötzlichkeit des Ereignisses" fehlt. Gerade die sind aber die häufigste Folge von Tauchunfällen. Da diese Unfallfolgen ja schlimmstenfalls auch zur völligen Arbeitsunfähigkeit oder Vollinvalidität führen können, bieten manche Versicherungen den Einschluss der folgenden Klausel an, die auch vom Verband der Schadenversicherer (VDS) empfohlen wird: "Als Unfälle gelten auch der Ertrinkungstod bzw. Erstickungstod unter Wasser sowie tauchtypische Gesundheitsschäden (wie z.B. Caissonkrankheit und Trommelfellverletzungen), ohne dass ein Unfallereignis, d.h. ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis, festgestellt werden kann." Als Sporttaucher sollte man auf diese Vereinbarung besonderen Wert legen. Übrigens: Die Klausel bieten manche Versicherer kostenfrei an, andere nehmen bis zu 50% Zuschlag. 40. Es wird immer wieder in den einschlägigen Kleinanzeigen "Ausbildung gegen Mitarbeit" angeboten. Lohnt sich das? Weit überwiegende Meinung: Nein. Das schließt natürlich vereinzelte positive Erfahrungen nicht aus und hängt letzten Endes immer von der Basis und dem Ausbilder ab. Aber die meisten in drst gesammelten Erfahrungen gehen in die Richtung, dass auf diesem Weg keine wirkliche "Ausbildung" zu erwarten ist. Vor allem nicht, wenn man dieses als Anfänger nutzen will, um möglichst schnell Taucherfahrung bzw. -scheine zu sammeln. Geh davon aus, dass Du, um ein sicherer und guter Taucher zu werden, einige Jahre Training, Wissenerwerb und Erfahrung brauchst. Dies können mitunter angebotene Schnellkurse in keinem Falle leisten, d.h. solche Angebote für Anfänger sind per se unseriös. Oft sind sie nur reine Ausbeutung, da die armen "Trainees" für allerlei niedere Hilfsdienste in der Basis eingespannt werden, nur Tauchen lässt man sie wenig. Erfahrenere Taucher, die sich die Weiterbildung zum Tauchlehrer erhoffen, durften oft die frustrierende Erfahrung machen, dass sich die "Ausbildung" oft so gestaltet, dass man vorwiegend der "Knecht" für den Kompressor und die Tauchflaschen ist, bis man wieder abreist, dann allerdings ohne TL-Schein. Die Realität auf vielen Tauchbasen vom Kaliber "Tauchfabrik" sieht oft anders aus als in den bunten Fernsehserien oder den Hochglanzanzeigen manch einer Tauch(ausbildungs)organisation, die nicht müde wird zu erklären, dass so ein Basenjob das Tollste auf der Welt ist. Fazit: Wenn man es wagen will, sollte man vielleicht die Kontakte persönlich auf einer Messe wie z.B. der Boot in Düsseldorf knüpfen. Dann weiß man zumindest, wer einen erwartet und kann viele falsche Erwartungen im Voraus klären, bevor man nach ein paar E-Mails auf eine Kleinanzeige hin hoffnungsfroh in die weite Welt aufbricht.